Vorher-nachher-Fotos, aufbewahrt da, wo du sie auch wiederfindest
Deine Kamerarolle ist kein Ablagesystem. Leg Vorher-nachher-Fotos ins Profil des Kunden, standardmäßig nur für dein Team sichtbar, damit die Arbeit vom letzten Besuch beim nächsten Termin einen Tipp entfernt ist.
Frag eine Wimpernstylistin, wo die Kundenfotos vom letzten Monat sind, und du hörst immer dieselbe Antwort: irgendwo auf meinem Handy. Zwischen privaten Fotos, anderen Kunden und drei Winkeln desselben Sets heißt das richtige Foto mitten im Termin zu finden, mit einem Handschuh aus zu scrollen, während die Kundin wartet. Die Fotos gibt es. Das System nicht.
Fotos, die beim Kunden wohnen
Bei Bookatu hängen Fotos am Kundenprofil selbst. Öffne den Kunden, füg das Foto hinzu, markier es als vorher oder nachher und schreib eine Bildunterschrift dazu, wenn das Detail zählt, etwa die Farbformel oder Schwung und Länge, die du benutzt hast. Beim nächsten Auffüllen öffnest du dasselbe Profil, und die Dokumentation liegt genau da, geordnet, das Neueste zuerst.
Das verändert den Anfang eines Termins. Statt einen wiederkehrenden Kunden zu fragen, was beim letzten Mal gemacht wurde, und dem Gedächtnis zu vertrauen, schaust du nach. Eine Coloristin prüft den genauen Ton, der funktioniert hat. Eine Kosmetikerin vergleicht diesen Monat mit dem letzten. Ein Tätowierer schaut sich das abgeheilte Ergebnis an, bevor er die nächste Sitzung plant.
Erst privat, geteilt nur mit Absicht
Kundenfotos sind heikel, deshalb ist die Voreinstellung zurückhaltend: Alles, was du hochlädst, sehen nur dein Team und du. Der Kunde sieht es nicht, und sonst auch niemand. Gibt es ein Foto, über das sich der Kunde freuen würde, gibst du genau dieses eine Foto in sein Konto frei, wo er es neben seinen eigenen Besuchen ansehen kann. Was den Hinterraum verlässt, entscheidest du.
- Frag, bevor du fotografierst. Ein kurzes Ja macht es für alle angenehm, und Kunden sagen fast immer Ja, wenn das Foto in ihre eigene Akte geht.
- Fotografier auch das Vorher, wenn es wenig glamourös ist. Ohne das Vorher erzählt das Nachher nur die halbe Geschichte.
- Schreib die Details dazu, die du später brauchst: Produkte, Einstellungen, Formeln, Größen.
- Gib das schmeichelhafte Nachher ins Konto des Kunden frei. Es ist eine kleine Freude, und es erinnert ganz nebenbei daran, wie deine Arbeit aussieht.
Aus der Akte wird die Routine
Nichts davon verlangt eine neue Gewohnheit über die hinaus, die du schon hast, nämlich das Foto zu machen. Das Einzige, was sich ändert, ist, wohin es geht. Leg es ins Profil statt in die Kamerarolle, und jeder künftige Termin beginnt einen Schritt weiter vorn, mit der Arbeit vor dir statt irgendwo auf deinem Handy.